GEB-KitaAktuelles

13.04.2018 - Auch gestern legten Beschäftigte des öffentlichen Dienstes ihre Arbeit nieder - Kritik an der Kommunikation vor den Streiks

Zwar hatten die Warnstreiks des öffentlichen Dienstes am Mittwoch ihren Höhepunkt, doch auch gestern blieben noch mal Kitas geschlossen. Rund 2000 Menschen folgten am gestrigen Donnerstag dem Aufruf der Gewerkschaft Komba – der Gewerkschaft der kommunalen Beamten und Arbeitnehmer im Bayerischen  Beamtenbund, die kleiner als die bekanntere Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ist. Die Masse zog vom Nelson-Mandela-Platz zur Lorenzkirche, wo es eine Abschlusskundgebung gab. Mit so viel Zustimmung hätte Gerhard Sixt, der Vorsitzende des Kreisverbandes Nürnberg-Fürth, nicht gerechnet . Er sagte: „Die Leute sind richtig aufgeheizt.“

Erst einen Tag zuvor kamen 9000 Streikende aus ganz Nordbayern auf dem Kornmarkt zusammen – diesmal von Verdi mobilisiert. Deshalb blieben die meisten öffentlichen Einrichtungen am Mittwoch geschlossen. Wie etwa 130 von 140 städtischen Kitas (die NZ berichtete). Neun Notdienste wurden eingerichtet, für die Kinder, deren Eltern keine andere Betreuungsmöglichkeit gefunden hatten. Dies nahmen am Mittwoch Eltern von 360 Kindern wahr, teilte das Jugendamt mit.

Streiks wurden zu kurzfristig bekanntgegeben

Gestern waren noch elf Kitas von den Arbeitsniederlegungen betroffen. 130 Kinder sind unter anderem bei benachbarten Einrichtungen untergekommen, die eben nicht bestreikt wurden. Wieso aber war kaum und erst kurzfristig bekannt, dass es auch am Donnerstag Warnstreiks gibt? Dies moniert Uwe Kriebel vom Gesamtelternbeirat Kindertagesstätten Nürnberg. Er hätte sich mehr Transparenz und Kommunikation vonseiten der Gewerkschaften gewünscht. Schließlich hätten die meisten Menschen gedacht, dass nur mittwochs gestreikt würde. Dass auch am Donnerstag einige Kitas zu blieben, sei hingegen kaum bekannt gewesen. Eltern hätten so wenig Zeit gehabt, eine Alternative für die Betreuung ihres Kindes zu finden. Weil Eltern der Streik „ohne Wenn und Aber“ treffe, müssten die Gewerkschaften die Streiks wenigstens so ankündigen, dass sie auch wirklich jeder ohne Zweifel verstehe. Schließe hänge da oft ein Urlaubstag mit dran.

Das sei eine Vorgabe von der Zentrale aus Berlin gewesen, erklärt Sixt von Komba auf NZ-Nachfrage. „Ich persönlich hätte mir vorstellen können, dass man den Zeitpunkt für die Bekanntmachung früher wählt.“ Dass manche Bürger ihre Erledigungen auf Ämtern verschieben mussten, sei nicht so schlimm, erklärt der Gewerkschafter, dann kämen sie halt morgen wieder. Immerhin waren auch gestern noch die Bürgerämter betroffen. Es kam zu Schließungen und Verzögerungen so heißt es auf der Webseite des Amts. „Kitas dagegen sind ein neuralgischer Punkt“, so Sixt. Auch das Klinikum Nürnberg hatte der Streik – wenn auch nur am Mittwoch – getroffen. Das Management war erwartungsgemäß wenig erfreut über die Auswirkungen des Warnstreiks. 350 bis 400 Mitarbeiter beteiligten sich am Mittwoch, überwiegend aus der Pflege und den Servicebereichen, sagte Sprecher Bernd Siegler. Patienten merkten das an Umplanungen: Die Anzahl der Operationen musste um die Hälfte gekürzt werden. Nicht dringende Eingriffe wurden verschoben. Die Notfallversorgung sei aber jederzeit sichergestellt gewesen, so Siegler. Es werde noch einige Tage dauern, bis alle OP-Termine nachgeholt seien. Das Klinikum habe durch die Ausfälle der Behandlungen rund 500000 Euro Einnahmeverlust zu verbuchen. Heute nimmt der öffentliche Dienst wieder seine Arbeit auf. Die Verhandlungen um mehr Gehalt werden ab Sonntag in eine weitere Runde gehen.

Quelle:
Nürnberger Zeitung
Meike Kreil, Isabel Lauer

NÜRNBERG - Der Warnstreik ist in manchen Behörden und Einrichtungen noch nicht vorbei: Am Donnerstag legen erneut städtische Mitarbeiter die Arbeit nieder. Betroffen sind vor allem Kitas und Bürgerämter. ...

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Der Tag heute in Nürnberg steht ganz im Zeichen des Warnstreiks, auch in den nächsten Tagen geht er vereinzelt weiter: Viele Dienststellen sind dicht, der Müll bleibt stehen, fast alle städtischen Kindergärten, Krippen und Horte sind geschlossen. Im Fokus stehen beim Tarifpoker vor allem die Erzieher. ...

Quelle: Nürnberg Nachrichten, Johanna Husarek

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NÜRNBERG - Am Mittwoch, 11. April, steht der vorläufige Höhepunkt der Warnstreiks im öffentlichen Dienst bevor: 7000 Menschen werden bei der Verdi-Kundgebung in Nürnberg erwartet. Viele Kitas werden deshalb geschlossen bleiben, die Eltern müssen sich um Betreuung für ihre Kinder kümmern. ...

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NÜRNBERG - Wenn demnächst in Nürnberg die Erzieherinnen und
Erzieher städtischer Betreuungseinrichtungen streiken, trifft das vor
allem die Eltern der Kinder - auch weil die sogenannte Notfallbetreuung 
eine Farce ist. Ein Kommentar von NN-Redakteurin Johanna Husarek.

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Hier finden Sie die offizielle Information vom Jugendamt über den Warnstreik
am 11. April 2018 und auch die entsprechenden Notfall-Gruppen.

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Dr. Franziska Giffey im Interview: „Kitas sind Bildungseinrichtungen. Und aus meiner Sicht verdienen Erzieherinnen und Erzieher ... eine Bezahlung ähnlich wie Pädagogen, die etwa in der Grundschule arbeiten.“
Auch wir als BEVKi fordern die bessere Bezahlung der Fachkräfte und ebenfalls die von der Bundesministerin angestrebte Einführung einer Ausbildungsvergütung....

https://www.welt.de/politik/deutschland/article174872774/Familienministerin-Giffey-will-dass-Erzieher-so-viel-wie-Lehrer-verdienen.html

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Einrichtungen der Stadt Nürnberg sind besonders betroffen - 22.03.2018 14:36 Uhr

NÜRNBERG - Vor der dritten und wahrscheinlich entscheidenden Verhandlungsrunde für die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst erhöht Verdi den Druck auf die Kommunen. Die Gewerkschaft kündigt Warnstreiks nach den Osterferien an. Mit einer hohen Beteiligung ist vor allem bei Kita-Mitarbeitern zu rechnen....

Quelle: http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/

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Wenn der öffentliche Dienst und die Kita streikt, stehen berufstätige Eltern vor einem Riesen-Problem: Wohin jetzt mit den Kindern? Und was ist mit dem Job? Viele berufstätige Eltern stehen nun vor der Aufgabe, für ihre Kinder kurzfristig eine andere Betreuung zu finden und weiterhin den Ansprüchen des Arbeitgebers gerecht zu werden. Diese Situation bringt selbstverständlich auch viele offene Fragen mit. Welche Rechte und Pflichten bestehen für Arbeitnehmer während des Kita Streiks? Wir zeigen, was berufstätige Eltern zum Kita Streik wissen müssen, um am Arbeitsplatz keine Probleme zu bekommen…

Quelle: karrierebibel.de/kita-streik/

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Essensumstellung an städtischen Kindergärten ab September 2017

ab September 2017 organisiert das Jugendamt der Stadt Nürnberg die Organisation und Abrechnung von Mittagessen und Snacks / z.T. auch von Frühstück an städtischen Kindergärten. 

- Umstellung nur an städtischen Kindergärten

- Einführung in mehreren Gruppen, nicht alle Kindergärten beginnen gleich ab September mit der Umstellung

- derzeit werden die Satzungen der Kitas geändert

- das Jugendamt holt im Frühjahr 2017 Angebote von Caterern ein. 

 

unklar sind noch 

- wie hoch die Monatsbeträge werden, diese hängen von den Catererangeboten ab

 

Aus Sicht des GEB ist die Essensvorschlagsregelung im Jugendamt gut durchdacht. 

 

  aus Erfahrung müssen die Eltern mit 50.- Euro bis 60.- Euro pro Monat rechnen

 

Mehr zu gesunder Ernährung

http://www.aelf-ba.bayern.de/ernaehrung/

  Auf der Internetseite findet man u.a. kinderspezifische Ernährungspläne